Natur macht Schule

Schulgärten gibt es schon seit über 300 Jahren. Einen der ersten Entwürfe zu einem „Schulparadeiß-Gärttlin“ veröffentlichte der Ulmer Architekt und Bauherr Joseph Furttenbach bereits 1663 im Mannhafften Kunstspiegel. Nicht nur dem Abfragen und Vertiefen des Wissens, sonder auch „der Ergötzung“ und Erholung der Kinder, die „genug in der sauren Luft sitzen“, diente das Lustgärtlein. In dieses Jahr fiel die Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Württemberg. Der Pädagoge und evangelische Theologe August Hermann Francke legte1695 in Halle einen Schulgarten an, der als die erste Einrichtung dieser Art angesehen wird.

Bis ins 19. Jh. dienten die Schulgärten vor allem als Anzucht- und Liefergärten für den naturkundlichen Unterricht. Zu Beginn des 20. Jh. fand der Gedanke der gärtnerischen Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler Eingang in die Erziehung (Arbeitsgärten). Vielerorts dienten Schulgärten auch als Ertragsgärten zur Lebensmittelproduktion.

Mit der Umweltbewegung und der pädagogischen Forderung nach mehr Lebensnähe, Erfahrungs- und Handlungsorientierung im Unterricht, vollzog sich in den 70er Jahren eine ökologische Orientierung. Neben Nutzgartenelementen gewinnen Versuchsbeete, Biotopflächen und der Artenschutz an Bedeutung.

Unterstützungen für Münchner Schulen

Andere, überregionale Unterstützer für Schulgärten